Komitee für Chancengleichheit

Auch in der Rechtsanwaltskammer von Bozen ist mit Beschluss Nr. 68 vom 28.10.2005 das Komitee für Chancengleichheit errichtet worden. Auch wenn das Komitee erst vor kurzem gebildet wurde, hat es mit Begeisterung die Tätigkeit zur Erreichung der im Artikel 1 des Gesetzes Nr. 125 vom 10. April 1991 (“Positive Handlungen zur Realisierung der Gleichstellung von Mann und Frau in der Arbeitswelt”) festgeschriebenen Ziele begonnen.

Die gesetzlichen Bestimmungen verfolgen den Zweck, die Beschäftigung der Frauen zu fördern und die substanzielle Gleichheit zwischen Männern und Frauen in der Arbeitswelt, auch mittels Ergreifung von Maßnahmen, die konkrete Handlungen zu Gunsten von Frauen genannt werden, zu realisieren, um dadurch jene Hindernisse, die de facto die Verwirklichung der Chancengleichheit verhindern, zu beseitigen.

Die positiven Handlungen verfolgen im Besonderen den Zweck:

a) die Ungleichbehandlung, denen die Frauen in der Schul- und Berufsausbildung, beim  Arbeitseinstieg, bei der Fortsetzung der Karriere, in der Arbeitswelt und in den Zeiten der Arbeitsmobilität de facto ausgesetzt sind, zu beseitigen;

b) die Unterschiede in den Berufswahlen der Frauen, im Besonderen mittels schulischer und beruflicher Orientierung und Berufsbildung zu fördern; den Zugang zur freiberuflichen Arbeit und zur Unternehmensbildung sowie die berufliche Qualifikation der Freiberuflerinnen und der Unternehmerinnen zu fördern;

c) Voraussetzungen, Organisation und Arbeitsverteilung überwinden, die – je nach Geschlecht – gegenüber den Angestellten verschiedene Wirkungen hervorrufen, mit einer Benachteiligung in der Bildung, dem beruflichen Fortkommen und der Karriere oder bei der Bezahlung;

d) den Einstieg der Frauen in die Tätigkeit, in die beruflichen Sektoren und Niveaus, in denen sie untervertreten sind und im Besonderen in den technologisch hoch entwickelten Sektoren und in den verantwortungsvollen Positionen zu fördern;

e) auch mittels einer anderen Arbeitsorganisation, der Voraussetzungen und der Arbeitszeit, das Gleichgewicht zwischen familiären und beruflichen Verantwortungen  und eine bessere Aufteilung dieser Verantwortungen zwischen den Geschlechtern zu begünstigen
 
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Iranische Kollegin Nasrin Sotoudeh
 
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